AZAV

AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Die Pflicht zur Zertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) ab dem 01.04.2012 stellt viele Unternehmen und Organisationen der Arbeitsförderung (sogenannte Träger) vor die Herausforderung, in kürzester Zeit ein Qualitätssicherungssystem zu implementieren.
Bei der AZAV handelt es sich nicht um eine Norm, sondern um eine Verordnung der Arbeitsförderung.

Jedes Unternehmen, welches als Träger von Arbeitsfördermaßnahmen der Agentur tätig werden will, muss nach AZAV zertifiziert sein. 

Das bedeutet:

  • ein Qualitätssicherungssystem nach AZAV einrichten,

  • dieses durch eine Fachkundigen Stelle zertifizieren zu lassen (Trägerzertifizierung) und

  • als Bildungsträger  Maßnahmen der Arbeitsförderung zertifizieren (Maßnahmenzertifizierung) zu lassen.

Fachbereiche:

private Arbeitsvermittlung (pAV)

Die nach AZAV erforderliche Trägerzertifizierung für eine private Arbeitsvermittlung (pAV) der Arbeitsförderung (gemäß SBG III §45 Abs. 4) ist für Unternehmen, die Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine (AVGS) gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (BA) abrechnen möchten, ab dem 01.04.2012 anzuwenden.

Hierbei spielt es keine Rolle ob Sie als Träger nur einen oder viele AVGS im Jahr abrechnen möchten. Auch wenn Ihre hauptsächliche Tätigkeit in der Zeitarbeit, Beratung etc. liegt, sind Sie dann verpflichtet ein Qualitätssicherungssystem (kein Qualitätsmanagementsystem nach ISO und kein Handbuch!) gemäß AZAV nachzuweisen, sobald Sie nur einen AVGS gegenüber der BA abrechnen möchten.

Aktivierung und beruflichen Eingliederung (AbE)
Unternehmen und Organisationen, die im Bereich der Aktivierung und beruflichen Eingliederung (AbE) aktiv sind, müssen die erforderliche Trägerzulassung nachweisen, um sich auf dem Markt der Arbeitsförderung (nach SGB III) zu betätigen. Es gelten das SGB III § 45 Abs. 1 und die AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).
Transfergesellschaften (TL)
Als Transfergesellschaft müssen Sie die erforderliche Trägerzulassung nachweisen, um sich auf dem Markt der Arbeitsförderung (nach SGB III) zu betätigen. Es gelten das SGB III § 110 f. sowie die AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).
Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (Werkstätten für behinderte Menschen – WfbM)
Unternehmen und Organisationen, die die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben unterstützen, müssen die erforderliche Trägerzulassung nachweisen, um sich auf dem Markt der Arbeitsförderung (nach SGB III) zu betätigen. Es gelten das 3. Kapitel SGB III Abschnitt 7 und die AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).
Berufswahl und Berufsausbildung (BuB) sowie berufliche Weiterbildung (FbW)
Sind Sie als Unternehmen oder Organisation im Bereich der Berufswahl und Berufsausbildung (BuB) oder im Bereich der beruflichen Weiterbildung (FbW) aktiv, müssen Sie bereits nach AZWV die erforderliche Trägerzulassung nachweisen. Es gelten das SGB III 3. Kapitel, Abschnitt 3 bzw. Abschnitt 4 und die AZAV (Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).
Copyrights © 2012-2015 & All Rights Reserved by ZMQ eG